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Wettkämpfe in Neckargemünd 2018

Mannschaft 2018

[Foto: Camenzind]

Mannschaft 2018

Baden-Württembergische Mannschaftsmeister 2018 [Foto: Camenzind]

Neckargemünds Rhönradteam ist Botschafter für den Sport im Land

(is) „Das Rhönradturnen macht Neckargemünd über die regionalen Grenzen hinaus bekannt – eine ebenso schwierige wie faszinierende Sportart“, beendete Bürgermeister-Stellvertreter Jürgen Rehberger seine Begrüßung der zahlreichen jungen Sportler und den Zuschauer auf der Tribüne am 24. November 2018 in der Münzenbachhalle. Belohnt für ihr monatelanges fleißiges Training, ihre Geduld und ihren Mut wurde die Neckargemünder Rhönradabteilung bei den Baden-Württembergischen Rhönradmeisterschaften, sowie den Synchron- und Partnerwettkämpfen.

Mit einem starken Team von 22 Turnerinnen und zwei Turnern, dazu 12 Kampfrichterinnen (zum Teil die mit Kampfrichter-Lizenz ausgestatteten TV-Turnerinnen selbst), Nils Emmerich als Badischem Wettkampfwart mit Wettkampfleitung und unzähligen Helferinnen und Helfern aus der TV-Turnabteilung können die Trainerinnen Ulrike Jarosch, Eva Kusch, Celina Wolf, Annika Hug, Nadine Hoffmann und Landesfachwartin Martina Camenzind auf einen spannenden, sehr harmonischen und verletzungsfreien Wettkampftag zurückblicken. Vor heimischem Publikum gewann die Neckargemünder Mannschaft nach drei Jahren als Vizemeister wieder den Titel ’Baden-Württembergischer Mannschaftsmeister‘ vor der Sportvereinigung Stuttgart-Feuerbach und dem TSV Schwaigern. Elisabeth Döbler (Salto vom Rad), Laura Pföhler (Geradekür), Nils Emmerich und Nadine Hoffmann (Spiralekür), Annika Hug und Laura-Marie Hache (Musikkür) zeigten ihr Können und demonstrierten der Rhönradjugend des Vereins, dass man gründlich Gelerntes auch nach Abschluss der Schulzeit noch erfolgreich abrufen kann.

Nachmittags demonstrierte vor allem der Neckargemünder Nachwuchs, dass regelmäßiges Training zum Erfolg führt und dass auch kleine Patzer nicht gleich alle Träume zerstören.

Synchronturnen (zwei Räder nebeneinander)

Im Jahrgang 2007 und jünger gewannen Mirka Wachert und Sophie Hamann vor Vivianne Wittenburg und Madleen Sommer. Lisann-Helen und Tamino Hache teilten sich den dritten Platz mit Turnerinnen vom TB Wilferdingen. Im Jahrgang 2004 und jünger siegten Emma Fink und Hannah Buchholz, Paula Bambey und Malin Haas wurden zweite, Jana Kollmann und Carolina Wölk vierte. Den Jahrgang 2000 und jünger dominierten Lotta Ulrich und Emma Cornel, Annika Benz und Karina Gerlach belegten Platz vier. Bei den Erwachsenen siegten Laura Pföhler und Laura-Marie Hache, Annika Hug und Silvia Schneider belegten Platz drei, Elisabeth Döbler und Nadine Hoffmann Platz vier.

Partnerturnen (zu zweit in einem Rad)

Lotta Ulrich und Emma Cornel gewannen auch das Partnerturnen vor ihren Konkurrentinnen vom SpVgg Warmbronn und dem LSV Ladenburg. Die Paarungen Elisabeth/Annika (Platz eins), Nadine/Laura Pföhler (Platz 2) und Silvia Schneider/ Laura Marie (Platz 3) belegten die Treppchenplätze vor zwei Teams aus Würzburg.

Musikkür

Die Disziplin ’Musikkür‘ ist in großen Wettkämpfen den Erwachsenen vorbehalten, aber zur Vorbereitung dorthin bietet wir auf dieser Ebene schon seit einigen Jahren auch der Jugend die Möglichkeit, sich frühzeitig darin zu erproben. Mia Kusch (Jg. 2004) zeigte eine sauber durchgeturnte Kür, war aber in ihrer Altersklasse die einzige Turnerin. Bei der Jugend belegte Celina Wolf Platz zwei, bei den Erwachsenen siegte Annika Hug, Laura-Marie Hache wurde dritte. Einmal mehr zeichnete sich das Wettkampf-Team aus Neckargemünd durch seinen sichtlich guten Zusammenhalt zwischen Klein und Groß aus: trotz der Altersspanne zwischen acht (Lisann Hache) und 29 (Nadine Hoffmann) ist die gegenseitige Hilfe ein Eckpfeiler des Erfolgs.

Was ist Rhönradturnen?

Das Mutterland des Rhönradturnens ist Deutschland. 1920-1922 entwickelte Otto Feick in der bayerischen Region Rhön das neuartige Sportgerät. Drei Jahre Später, 1925 meldete Feick seine Erfindung als "Reifen-Turn- und Sportgerät" zum Patent an. Erst 1926 wurde der heutige Name "Rhönrad" geschützt und eingetragen.

Rhönradturnen wird in Neckargemünd seit Februar 1997 angeboten. Die Leitung der Abteilung Rhönradturnen des TV 1876 Neckargemünd liegt in den Händen von Martina Camenzind.

Das Sportgerät

Rhönräder Ein Rhönrad besteht aus zwei Reifen, die durch sechs Sprossen miteinander verbunden sind. Davon sind zwei mit Brettern besetzt, an denen Lederschlaufen befestigt werden. Durch diese Bindungen sind die Füße des Turners lose mit dem Rhönrad verbunden. Außerdem sind an zwei der Sprossen Griffe befestigt. Der Durchmesser des Rades variiert je nach Körpergröße zwischen 130 cm und 245 cm. Inzwischen ist auch der Transport des Rhönrads unproblematisch, da moderne Geräte in mehrere Teile zerlegbar sind.
[Grafik: Wikipedia]

Die Disziplinen

Gerade L6 Im Geradeturnen werden auf einer Fläche von 18 x 3 m Pflicht und Kürübungen geturnt. Dabei rollt das Rad immer auf beiden Reifen. Es werden auch Elemente aus dem Reck- und Barrenturnen verwendet. Im Erwachsenenbereich werden die Übungen auf Musik geturnt. Dabei sollen die Athleten ihre Darbietung passend zur Musik gestalten.
[Foto: Camenzind] --------------------------------------------------------------------------------------

Spirale Beim Spiraleturnen bewegt sich das Rhönrad auf nur einem Reifen, es "tellert". In der großen Spirale soll das Rad einen Neigungswinkel von 60°, in der kleinen Spirale weniger als 30° haben. Die Spirale wird durch Gewichtsverlagerung und Armzug erreicht. So soll das Rad auf der jeweiligen Höhe gehalten werden.
[Foto: Camenzind] ---------------------------------------------------------------------------------------

Sprung Die dritte Disziplin ist der Sprung. Dabei wird das Rad angeschoben und der Turner lässt sich von hinten durch den Schwung auf das Rad ziehen. Aus der Grätsch-, Hock-, Lage- oder Standposition zeigt er dann einen Sprung nach vorne auf eine Weichbodenmatte. Dies können Hock- oder Grätschsprunge sowie Sprünge mit Rotation sein.
[Foto: Camenzind] --------------------------------------------------------------------------------------

Das Wettkampfsystem im Rhönradturnen ist seit dem 1. Januar 2016 neu: Alle Turner/innen bis 12 Jahre turnen eine Geradekür mit einem vorgeschriebenen Aufbau an Übungen und erarbeiten sich den Sprung über das Rad und die Spirale anhand eines Abzeichen-Heftes von Stufe 1-6. Die Älteren turnen eine Geradekür, die ausschlaggebend für die Teilnahme am Deutschland-Cup ist. Sie werden außerdem angehalten, eine einfache Spirale oder den Sprung über das Rad zusätzlich zu turnen. Langfristig ist ein Zweikampf mit Sprung oder Spirale vorgesehen. Für die Bundesklasse mit Aufstieg zu den Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften bleibt der Kür-Dreikampf bestehen.
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